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Der Unfall
An diesem Tag ging einfach alles schief, ohne dass wir es aber gewusst haben.

Da ich in unserer Gaststätte zu tun hatte, konnte ich an diesem Mittwoch leider nicht mit den Kindern in die Musikschule fahren. Deshalb fuhr die Oma mit Madlen und Melanie in die Musikschule. Es wurde später und später und Dominik bettelte mich, ob er denn noch zu Nico gehen dürfe. Da Oma auf dem Heimweg im Stau stecken blieb und Dominik mich so energisch bettelte, ließ ich ihn gehen.

Er bog um die Ecke und ich rief ihm hinterher: "Wann bist du zu Hause?" - "Halb sieben, Mami" - "Pass auf der Straße auf!" - "Ja, Mami, mach ich."
Ich konnte nicht ahnen, das das seine letzten Worte waren, die ich von ihm hörte. Da war es gerade 16.45 Uhr.

Gegen 18.38 sagte mein Mann, das Dominik nicht richtig pünktlich ist. Ich beschwichtigte ihn und sagte, das Dominik schon gleich kommen würde. Minuten später gab es draußen einen dumpfen Knall, und K., ein Stammgast, kam wieder hereingestürmt, schrie, dass Dominik von einem Auto erfasst wurde.

Von da an war alles nur noch Horror pur.

Ich rannte raus und der Anblick schockte mich. Dominik lag auf der Straße, wurde vom Onkel seines besten Freundes gehalten. "Er lebt noch, er lebt noch" hörte ich ihn sagen. Da der Notruf noch nicht abgesetzt worden war, rannte ich wieder rein. Ich weiß nicht, wen ich fast umgerannt hätte. Ich wollte die Notrufnummer von Hoyerswerda wählen, aber die fiel mir nicht ein. So wählte ich die 110. Da ich föllig aufgelöst war, nahm mein Mann mir den Hörer weg und schilderte, was passiert war.

Ich rannte wieder raus, da kamen auch schon seine beiden Schwestern angerannt und schrien. Sie hatten den Knall gehört und aus dem Fenster gesehen. Da lag ihr Bruder auf der Straße!

Es dauerte eine halbe Ewigkeit, endlich hörten wir das Martinshorn.
Entsetzen, denn es kam leider erst die Polizei. Aber da war es bereits 19.02 Uhr! Minuten später kamen die Sanitäter und kurz danach auch der Hubschrauber.

Wann der Notarzt kam, weiss ich nicht. Ich bin ständig zwischen Dominik und seinen Schwestern hin und her gerannt, von meinen Gefühlen zerrissen.

Dominik wurde mit dem Rettungshubschrauber in die Uniklinik nach Dresden geflogen. Ich durfte mitfliegen.

Nachdem ich das hier geschriebene gelesen habe, könnte man denken, die Rettung lief wie am Schnürchen... War aber nicht so. Die zuerst am Unfallort eintreffende Polizei kam etwa 20! min nach dem Unfall. Dominik hatte nur geringe äussere Verletzungen, so dass die Polizei es meines Erachtens nicht für nötig hielt, die Rettung zu beschleunigen. Als die Sanitäter kamen, wollten sie einem 5jährigen Kind eine Halskrause eines Erwachsenen umlegen!
Der Notarzt legte Dominik dann ins künstliche Koma. In den Hubschrauber transportiert fand er das Anschlussstück für die CO2-Messsonde nicht gleich.

Im Krankenhaus wurde für Dominik alles Erdenkliche getan, jedoch hatte er so schwere innere Verletzungen, dass er vermutlich auch mit perfekter Rettungskette nicht überlebt hätte. - Milz zertrümmert, Niere gerissen, eine Hauptschlagader gerissen und das linke Bein unterhalb des Knies komplett gebrochen. Ebenso war das Becken gebrochen und die Sehne zum 1. Halswirbel gerissen. Die nach einstündiger Reanimation eingeleitete OP dauerte vier Stunden.

Ihm wurden so viele Blutkonserven gegeben, dass er letztendlich kein Eigenblut mehr hatte. Das führte letztendlich zu einer fehlenden Blutgerinnung. Die auf der Intensivstation eingeleiteten Blutkonserven liefen so raus, wie sie eingeleitet wurden. Es war für uns ein sehr schmerzlicher Anblick. Er verstarb 12 Sunden nach seinem Unfall im Krankenhaus.

Der Autofahrer hat sein Gewissen reingewaschen, indem er behauptet hat, der Junge sei ihm ins Auto gerannt und keine Chance einer Reaktion mehr hatte. Unfallstelle

Baby
Dominik und Baron
Reiterhof
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